Website umziehen: Die DNS-Checkliste
Ein kontrollierter Wechsel braucht Vorbereitung und Nachkontrolle.
Vor dem Wechsel
Exportiere die aktuelle Zone. Notiere die alte TTL und senke sie früh genug. Bereite den neuen Webserver vor, einschließlich aller Hostnamen, TLS-Zertifikate, Firewall und IPv6. Übertrage nicht nur die sichtbare Startseite, sondern prüfe Redirects und benötigte Subdomains.
Was sich tatsächlich ändert
Wechselt nur der Webserver, bleiben MX und Mailauthentifizierung oft unberührt. Ändere die Website-Adressen gezielt. Wechselt auch der DNS-Anbieter, muss dagegen die vollständige Zone samt Verifizierungstokens, Selectoren und CAA bereitstehen. Ein Nameserver-Wechsel ist eine größere Operation als ein A-Record-Wechsel.
Den alten Dienst vorübergehend behalten
Solange gültige alte Antworten in Caches leben, können Besucher noch das bisherige Ziel erreichen. Halte es überlappend funktionsfähig oder verwende einen geeigneten Weiterleitungsplan. Bei dynamischen Anwendungen müssen Daten und Schreibzugriffe koordiniert werden; DNS allein verhindert keine auseinanderlaufenden Datenbanken.
Beide Adressfamilien kontrollieren
Ein neuer A-Eintrag mit einem alten AAAA kann Nutzer auf zwei unterschiedliche Server führen. Wenn IPv6 am neuen Ziel nicht zuverlässig funktioniert, veröffentliche dafür noch keinen neuen AAAA. Plane das Entfernen alter Einträge ebenfalls unter Berücksichtigung ihrer TTL.
Nach dem Umschalten
Vergleiche Resolver und autoritative Antworten. Teste die Website aus einem zweiten Netzwerk und prüfe TLS sowie relevante Funktionen. Setze die TTL nach erfolgreicher Stabilisierung wieder auf einen vernünftigen Betriebswert. Bewahre den dokumentierten Rückweg auf, bis der Umzug wirklich abgeschlossen ist.