IPv6: Wenn eine Website nur manchmal ausfällt
Ein falscher AAAA betrifft nicht jeden Besucher gleich.
Zwei Adressen, zwei Wege
Eine Domain mit A und AAAA bietet IPv4 und IPv6 an. Clients und Netze wählen den nutzbaren Weg und können Verbindungsversuche zeitlich staffeln. Deshalb kann dieselbe Domain bei dir funktionieren und auf einem anderen Mobilfunknetz fehlschlagen. Die unterschiedliche Erfahrung ist kein Beweis für einen zufälligen Browserfehler.
Der alte AAAA ist ein häufiger Kandidat
Nach einem Hostingwechsel wird oft nur A geändert. AAAA zeigt dann noch auf den bisherigen Server, auf eine nicht gebundene Adresse oder auf einen Dienst mit falschem Zertifikat. Vergleiche beide Typen ausdrücklich und prüfe die jeweiligen Ziele getrennt.
IPv6 benötigt dieselbe vollständige Vorbereitung
Die Adresse muss am Server tatsächlich zugewiesen sein. Der Webserver muss darauf lauschen, die Firewall Verbindungen erlauben und das Zertifikat zum aufgerufenen Namen passen. Ein erfolgreicher Ping beweist weder einen offenen Webport noch eine funktionierende TLS-Konfiguration.
Beim Mailserver vorsichtiger sein
Veröffentlichtes IPv6 kann auch für Mailverbindungen genutzt werden. Beachte PTR, SPF mit ip6 und die Erreichbarkeit des Maildienstes. Eine versehentlich halb konfigurierte Adressfamilie kann Zustellprobleme verursachen, obwohl IPv4 gesund ist.
Ein sauberer Zwischenzustand
Wenn du IPv6 noch nicht vollständig betreiben kannst, veröffentliche dafür keinen AAAA. Vermeide eine bloße Fantasieadresse oder einen kopierten Dokumentationswert. Das Entfernen wirkt ebenfalls erst nach Cache-Ablauf. DNSABC prüft die veröffentlichte Adresse; den Dienst und seine Firewall musst du zusätzlich testen.